Sherlock Holmes
Ein hübsch trainierter Robert Downey Jr. kämpft sich faustgewaltig seinen Weg durch allerlei Finsternis und Finsterlinge Londons, an seiner Seite ein adretter Jude Law. So sehen sie heute aus, Sherlock Holmes und Dr. Watson, der berühmte Detektiv und sein Kompagnon, erdacht und ab 1887 in Romanen und Geschichten beschrieben von Sir Arthur Conan Doyle.
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Antichrist
Glänzendes Schwarz-Weiß, Superzeitlupe und ein Choral, der alles geradezu erschlägt. Im Prolog von „Antichrist“ fährt Lars von Trier alles auf, was an Kitsch zur Verfügung steht. Da wird der tragische Kindstod – während das Ehepaar (Dafoe und Gainsbourg) von einer nahezu aufdringlichen Kamera beim Liebesspiel beobachtet wird – zur Geduldsprobe für den Zuseher. Mit seinem neuesten Werk wagt sich von Trier weit aus dem Fenster und vergrätzt beinahe schon nach den ersten Minuten. Doch auf den in seiner Manieriertheit kaum erträglichen Prolog folgen vier intensive Kapitel, in denen sich nicht nur die Meisterhand des dänischen Regisseurs zeigen, sondern vor allem auch das großartige Spiel der beiden Hauptdarsteller.
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Verblendung
Stieg Larssons Millennium Trilogie beginnt. Der Film beginnt mit der Verurteilung Mikael Blomkvists wegen Verleumdung gegen den Wennerström Konzern. In 6 Monaten muß Mikael seine Haft absitzen. Doch dann erlangt ihn ein anonyme Anruf des Anwalts Dirch Frode er solle doch sofort nach Hedestadt kommen, sein Klient Henry Vanger will ihn sehen. Da Mikael nichts mehr zu verlieren hat fährt er hin, denkend er sei am Abend wieder zu Hause. Doch Henry Vanger betraut Mikael mit der Aufklärung eines 60 Jahre alten Kriminalfalls. Harriet Vanger sei vor vielen Jahren von der Insel Hedestad verschwunden und seit dem nie mehr gefunden worden. Mikael soll nun den Fall, gegen einen fürstlichen Lohn, lösen.
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El Sistema
Venezuela ist heutzutage bekannt für die exzentrischen Auswüchse seines beinahe allmächtigen und polarisierenden Präsidenten Hugo Chavez. Dieser ist mit dem Versprechen angetreten, die Armut in seinem Land zu mindern. Ein Projekt dem sich auch José Antonio Abreu verschrieben hat. Deshalb gründete er im Jahr 1975 die Musikschule „El Sistema“. Nach finanziell und logistisch schwierigen Anfangsjahren hat sich die Schule mittlerweile zu einer nationalen Institution entwickelt in der fast 300.000 Kinder unterrichtet werden. Jahr für Jahr bildet dieses Netzwerk an Schulen, welches sich über das gesamte Land erstreckt, neue Musiker aus, die unter anderem im „Simón Bolivar“-Orchester ein neues Zuhause finden.
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Gurbet – In der Fremde
Ein Szenario ganz anders als heute: Aufgrund von Arbeitskräftemangel kam es 1964 zum „Anwerbeabkommen“ zwischen Österreich und der Türkei, mit dem hunderttausende damals „Gastarbeiter“ genannte ArbeitsmigrantInnen ins Land geholt wurden.
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Wickie und die starken Männer
Wer ab oder nach 1974 regelmäßig zu Kinderprogrammzeiten ferngesehen hat, kennt sie – die 78-teilige Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“. Wer in den letzten Wochen im Kino war, kennt auch sie – die kurzen Trailer zu Michael Bully Herbigs gleichnamiger Realverfilmung. Klamaukige Szenen im Bullystil waren ihr Inhalt – ein Steinewerfender Wickie, der die kleine Ylvi trifft; wackere Wickinger, die beim Entern eines Schiffes nicht von den Seilen herunterkommen; ein Schrecklicher Sven im Beiboot, dessen Komplize gegenüber gewichtsbedingt in der Luft rudert.
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Ricky - Wunder geschehen
Katie, gespielt von Alexandra Lamy, wirkt nicht besonders glücklich. Als alleinerziehende Mutter ist sie überfordert und die Fließbandarbeit in einer Fabrik scheint sie zu frustrieren. Zu Hause in der Hochhaussiedlung mit ihrer kleinen Tochter Lisa (Mélusine Mayance) findet sie ab und zu noch etwas Freude, doch wer hier die Erwachsene ist, scheint nicht immer ganz klar. Nachdem sie Lisa mit dem Moped zur Schule gebracht hat, fährt sie Tag ein Tag aus in die Arbeit und schraubt dort Verschlüsse auf Flaschen – keine sehr erfüllende Tätigkeit. Eines Tages wird sie jedoch während der Mittagspause auf den spanischen Arbeitskollegen Paco (Sergi Lopez) aufmerksam. Die beiden verstehen sich auf Anhieb sehr gut und werden ein Paar. Für Tochter Lisa ist es nicht ganz einfach, dass es nun einen neuen Mann in Katies Leben geben soll, der dann auch noch bei ihnen einzieht. Nachwuchs kündigt sich schon bald darauf an und neun Monate später wird der süße, blonde Junge mit den blauen Augen geboren – Ricky. Dieser sieht zwar niedlich aus, ist jedoch ein Baby, das besonders viel schreit, was die Nerven der Eltern ziemlich strapaziert. Die anfängliche Verliebtheit schwindet schnell dahin und Paco zieht es vor, immer später von der Arbeit nach Hause zu kommen. Als dann die Rollen getauscht werden und Paco zu Hause bleibt, während Katie wieder arbeiten geht, kommt es zum Eklat. Ricky hat seltsame blaue Flecken am Rücken, die eindeutig nach Misshandlung aussehen. Paco zieht sofort aus, denn solche Vorwürfe lässt er sich nicht gefallen. Katie und Lisa kümmern sich von nun an alleine um Ricky und entdecken schon bald voller Staunen, dass mit dem kleinen Jungen eine seltsame Verwandlung vor sich geht, die Pacos Unschuld deutlich macht.
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Coco Chanel- Der Beginn einer Leidenschaft
Ein kleines, ernstes Mädchen sitzt auf einer Kutsche und scheint zu wissen, dass sie gerade fortgebracht wird. Gemeinsam mit der älteren Schwester Adrienne wird Gabrielle Chanel vom eigenen Vater in ein Waisenhaus gebracht und dort nie wieder abgeholt.
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Ich habe sie geliebt
Pierre (Daniel Auteuil) sitzt mit seiner vom eigenen Sohn verlassenen und gekränkten Schwiegertochter Chloé (Florence Loiret Caille) vor dem Kamin in seinem Landhaus in den Bergen. Nichts scheint die verletzte Frau zu trösten, sie fühlt sich alleingelassen, ausgetauscht durch eine andere Frau will sie Pierres Ratschläge nicht recht hören, immerhin ist es sein Sohn, der ihr all das Leid zugefügt hat. So fängt Pierre irgendwann an über sich selbst zu sprechen und erzählt davon, warum er seine Ehe aufs Spiel gesetzt hat und weshalb er seit 20 Jahren Tag ein Tag aus an die gleiche Frau denkt.
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Affären à la carte
Ein gemütliches Beisammensein mit alten Freunden bei einem gemeinsamen Abendessen - so ein Vorhaben klingt doch recht nett – manchmal zumindest. Denn wenn eigentlich keiner hingehen will und schließlich trotzdem alle kommen, nur um dann den ganzen Abend so zu tun als ginge es ihnen gut und als wäre das eigene Leben einfach wunderbar, kann das nur ein wenig chaotisch enden. Während die einen eine perfekt laufende Beziehung vorgaukeln, verheimlichen die anderen ihre Affären oder verbergen schlimme Krankheiten.
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Che – Guerrilla
Gerüchte machen ihr Unwesen in Kubas Hauptstadt Havana. Der Aufenthalt von Ernesto Che Guevara (Benicio Del Toro) ist unbekannt, noch nicht einmal seine Frau scheint zu wissen wo er sich befindet. In dieser Situation entschließt sich Fidel Castro (Demián Bichir) einen Brief Guevaras in einer Fernsehansprache vorzutragen. In diesem Schreiben legt der Revolutionär seine Ministerämter, sein Funktionen im kommunistischen Zentralkomitee sowie seine kubanische Staatsbürgerschaft zurück um in Lateinamerika die Revolution zu verbreiten. Es scheint als sei Guevara nun auf sich allein gestellt, fernab seiner getreuen kubanischen Kameraden. Er reist mit einer falschen Identität in sein Zielland ein: Bolivien. Das von einer Militärdiktatur gepeinigte Land soll dank kräftiger kubanischer Hilfe und angeführt von der lebenden Legende Che Guevara befreit werden. Doch während auf Kuba den Revolutionären das Glück hold war, scheint in Bolivien alles erdenkliche schief zu gehen.
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Public Enemy No.1 – Todestrieb
Jaques Mesrine – der mit einem César als Bester Darsteller ausgezeichnete Vincent Cassel – ist ein kleiner Gauner. Im Frankreich der Siebziger Jahre arbeitet er gemeinsam mit seinem Partner Michel Ardouin (Samuel Le Bihan) an verschiedenen Banküberfällen. Doch anstatt diskret und unauffällig diese Coups durchzuziehen, lässt sich Mesrine stets von seinem Ego leiten und überfällt auch gerne mal – ohne Maske – schnell eine zweite Bank die auf dem Fluchtweg liegt. Kein Wunder also dass er immer wieder gefasst wird, doch lange bleibt der Gauner nie im Gefängnis. Immer wieder gelingt ihm die Flucht und immer wieder macht er sich auf um noch spektakulärere Überfälle zu arrangieren. Ein Verhalten, dass ihm schon bald den Ruf als „Staatsfeind Nummer 1“ einbringt.
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Stilles Chaos
Manchmal ist von einem Moment auf den anderen alles anders. Das Leben, wie man es bisher gekannt hat, ist vorbei und es gilt neue Wege zu finden. Dass dieser Weg auch zu einer Parkbank führen kann, zeigt Regisseur Antonello Grimaldi auf eindrucksvolle Weise in seinem neuen Film „Stilles Chaos“.
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Che – Revolución
Havana, 1964. Ernesto Che Guevara – ein mit Haut und Haaren in seinen Charakter eintauchender Benicio Del Toro – sitzt einer amerikanischen Reporterin gegenüber und beantwortet ihre Fragen. Es ist das Jahr in dem der kubanische Revolutionär mit argentinischem Pass vor den Vereinten Nationen eine Rede halten soll. Es ist das Jahr, in dem Guevara – das Symbol der Revolution – den amerikanischen Imperialismus geißeln und den Kampf seiner Mitstreiter verteidigen wird. Dabei fing alles ganz unverbindlich an, mit einem Abendessen in Mexiko City im Jahr 1955, bei welchem sich Guevara und Fidel Castro kennen lernen sollten. Eine politische Männerfreundschaft.
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C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben
“C’est la vie” erzählt von einer ganz normalen Familie. Und jeder, der eine “ganz normale” Familie kennt, weiß, dass in einer solchen rein gar nichts normal ist. Schon deshalb nicht, weil überall dort, wo Individuen aufeinander treffen einfach nichts die Regel sein kann. So auch bei Marie-Jeanne (Zabou Breitman) und Robert Duval (Jacques Gamblin) und ihren drei Kindern Albert (Pio Marmai), Raphael (Marc-André Grondin) und Fleur (Déborah Francois). Der Film begleitet die Familie Duval über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Eine Zeitspanne, die von Regisseur Rémi Bezancon dramaturgisch geschickt anhand von fünf schicksalhaften Tagen erzählt wird. Jeder dieser Tage zeichnet einen bedeutenden Wendepunkt im Leben eines Familienmitglieds und beschreibt gleichzeitig wie sehr die Veränderung im Leben eines einzelnen auch das Leben der übrigen Familienmitglieder beeinflusst.
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Berlin Calling
Der Berliner DJ Paul Kalkbrenner, der in Hannes Stöhrs neuem Film Berlin Calling in der Hauptrolle agiert, liefert als DJ Ickarus ein Leinwanddebüt ab, das nicht nur aufgrund mancher biographischer Analogien zu seinem realen Leben äußerst bemerkenswert erscheint. Ickarus tourt mit seiner Managerin und Freundin Mathilde (Rita Lengyel) durch die Tanzclubs der Welt. Eine große Albumveröffentlichung steht bevor, als Ickarus jedoch nach einem Auftritt im Drogenrausch in eine Berliner Nervenklinik eingeliefert wird. Sein Leben gerät dadurch immer stärker außer Kontrolle und er erkennt, wie sehr er von den Drogen abhängig geworden ist.
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Die Herzogin
England, 1774. Die 17 Jahre alte Georgiana (Keira Knightley) erfährt von ihrer bevorstehenden Hochzeit mit dem Herzog von Devonshire (Ralph Fiennes). Georgianas Mutter (Charlotte Rampling) hat die Ehe eingefädelt, denn schließlich sucht der Herzog eine junge und hübsche Frau mit der er einen Nachfolger zeugen kann. Doch davon ahnt Georgiana nichts. Sie freut sich über die Bindung mit einem der mächtigsten Adeligen des Königreichs und wähnt sich in der Illusion, der mehr als doppelt so alte Herzog sei tatsächlich in sie verliebt. Doch schon am Tag ihrer Ankunft im Schloss Devonshire beginnt ihr Martyrium. Neben den ehelichen Pflichten schenkt der Herzog ihr kaum Aufmerksamkeit, sondern widmet sich mit voller Hingabe seinen Hunden. Das einzige Ziel seiner Ehe mit Georgiana ist die Zeugung eines Sohnes. Umso enttäuschter ist er, als das erste gezeugte Kind ein Mädchen ist.
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Contact High
Österreichische Drogenkomödien sind eher eine Seltenheit. Michael Glawoggers neuer Film Contact High wagt sich auf sehr unkonventionelle Weise hinaus in eine Welt, die aufgrund überbordender Drogenberauschung nicht mehr wieder zu erkennen ist.
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John Rabe
Der Deutsche John Rabe zählt bis heute in China zu den berühmtesten Menschen des Landes – in Europa kennt man ihn und seine Taten hingegen kaum. Diesen Umstand könnte Florian Gallenbergers Film „John Rabe“ verändern, der erzählt, wie aus dem Hamburger Geschäftsmann und NSDAP-Mitglied ein chinesischer Volksheld wurde: Nach 27 Lebensjahren in China wird Rabe, Leiter der Siemensniederlassung in der damaligen chinesischen Hauptstadt Nanking, 1937 nach Berlin versetzt. Zwischen China und Japan herrscht Krieg, und noch während Rabes Abschiedsfestes beginnt der Angriff und Einmarsch der äußerst grausam vorgehenden japanischen Armee. Auf den Vorschlag anderer in Nanking lebender Ausländer hin entschließt Rabe sich dazu, in der Stadt zu bleiben und als ihr Vorsitzender am Aufbau einer neutralen Sicherheitszone für die Zivilbevölkerung mitzuwirken. Bald fehlt es in der mit 250.000 Menschen vollkommen überfüllten Zone an allem, doch Rabe und seine MitstreiterInnen sind nicht gewillt, den Kampf um das Leben der Schutzsuchenden aufzugeben.
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Vorstadtkrokodile
Wer ein Krokodil sein will, muss auf das Dach der alten Ziegelei klettern: Dies ist das Aufnahmeritual der Vorstadtkrokodile – der Jugendbande von Olli, Frank, Maria, Jorgo, Elvis und Peter. Als der zehnjährige Hannes bei dieser Mutprobe abrutscht und gerade noch an der Dachrinne hängen bleibt, rettet ein Junge namens Kai ihm das Leben, indem er, da er den Vorfall durch ein Fernrohr mitbekommt, die Feuerwehr anruft. Hannes besucht ihn, um sich zu bedanken, und muss dabei feststellen, dass Kai im Rollstuhl sitzt. Dieser Umstand passt nicht zu den Krokodilen, weswegen Kai, der gern mit dabei wäre, von Anführer Olli abgewiesen wird. Als jedoch in der Umgebung eine Reihe von Überfällen passiert und Kai beobachtet, wo die Beute versteckt ist, nehmen die Vorstadtkrokodile ihn in ihre Gruppe auf: Gemeinsam wollen sie die Täter überführen und die ausgesetzte Belohnung kassieren…
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