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Interview Stefan und Erkan - Der Tod kommt krass

Euer dritter Film ist nun da woher kam die Idee? Habt ihr zuviel Traumschiff geschaut?

Stefan: Na wir haben die Idee gehabt dass is voll cool so ne Leiche am Arsch zu haben als Problem und die muss man loswerden. Und am wichtigsten so tun als wäre sie noch am Leben. Und erst dann kam uns die Idee, Hey auf dem Schiff ist doch am besten weil da können wir nicht weg.

Erkan: Genau der Heiko hat uns mal nen Film gezeigt mit Louis de Fiennes den find ich voll cool, der heißt: „Asch misch isch bin der Mörder“. Und da haben wir gemeint, he so nen Film müsste man mal wieder machen heutzutage.

Stefan: So was hat es schon lange nicht mehr gegeben und wir wollten das einfach wiederbeleben, weißt du!

Ihr wart vor den Dreharbeiten bereits 11 Tage an Board eines Schiffes! Wie war es da mit Seekrank werden, Mund zu Mund Beatmung üben,…?

Erkan: Es ist auf jeden Fall auf dem echten Schiff härter als bei uns im Film. Das kannst du dem echten Zuschauer gar nicht zumuten.

Stefan: Ja vor allem die ganzen Rentner ja, am ersten Tag muss man so ne Sicherheitsübung machen da müssen die ganzen Rentner aufstehen und sie Schwimmwesten anziehen. Unter normalen Umständen hätte das keiner überlebt, das war richtig hart.

Wie habt ihr ausgehalten auf dem Schiff ganz ohne Döner?

Erkan: Gute Frage, also ich wäre fast verendet. Muss man ganz klar sagen ich habe aber einen Döner dabei gehabt und den hab ich aber schon am ersten Tag gefressen. Das bisschen prall für mich.

Stefan: Hättest ihn eingeteilt, Erkan, hättest ihn nur eingeteilt!

Wenn ich eine Leiche am Hals habe was mache ich dann mit der? Habt ihr ein paar Tipps für mich?

Stefan: Ja das sind spezielle Filmleichen ja. Sagen wir so wir sind vielleicht die falschen Ansprechpartner weil wir sind eigentlich ziemlich prall gewesen mit der Leiche, wir wollten die loswerden aber die is immer wieder zurückgekommen. Wir haben die sogar über Board geschmissen und plötzlich war sie wieder da. Wenn du wissen willst was du am besten nicht machst, dann schaust du unseren Film an.

Ludger Pistor spielt die Rolle des Hardy Flanders und der Leiche. Habt ihr den beneidet weil der sowenig Text hatte?

Stefan: Ja der hat’s gar nicht so einfach gehabt, du sagst das ist ne Puppe aber die Puppe ist vielleicht 2 oder 3mal durchs Bild gefallen sonst hat Ludger Pistor fast alles selber gemacht.

Erkan: Das ist endshart wenn Schauspieler, quasi wenn er nichts reden darf sich nicht bewegen darf und spielen muss dass er nichts spielt, und das kriegt sonst kaum einer hin. Der Ludger Pistor hat das genial gemacht. Der musste nicht nur seine Mimik im Griff haben sondern auch seinen Körper, ja, wenn du ihn schleppst und so dann muss er mithelfen weil der voll schwer ist – aber es muss trotzdem so aussehen als würde er geschleppt werden.

Konntet ihr die Dummy Puppe von dem echten Schauspieler auseinander halten?

Stefan: Wir konnten die Puppe auseinander halten aber die Leute auf dem Boot wenn die sich neben den gesetzt haben, haben die gesagt: „Der ist aber wortkarg, der Pistor!“

Auf dem Schiff sind ja ziemlich wenig Bunnies und viele Rentner! War das nicht extrem langweilig für euch? Da müsstet ihr eigentlich umsteigen auf alte Frauen!

Erkan: Da sprichst du was aus, ja, da fühl ich mich auch komplett verarscht der Stefan hat mir erzählt da sind lauter scharfe Bunnies am Schiff und geht voll ab, ja.

Stefan: Das ist so dass zwar wenig Bunnies da waren aber wir auch als Produzenten und als Autoren an Board waren und deswegen haben wir auch total viel zu tun gehabt.

Erkan: Das ist vom Stefan halt ne Ausrede dass er keine Bunnies klar gemacht hat

Streitet ihr euch eigentlich auch um Bunnies?

Stefan: Der Erkan ist meist schneller beim Anmachen da darf ich mich nicht beschweren. Gut ist wenn er gleich zwei Bunnies klar macht da bleibt meistens was für mich übrig.

Wie sieht es eigentlich mit den Gegenpolen aus. Ihr teilt euch ja eine Kabine da könnte man ja meinen Stefan und Erkan sind homosexuell!

Stefan: (energisch) ja, das ist nicht so. da muss ich mich ganz krass dagegen verwehren, die Leute denken wir wohnen zusammen. Da rufen Leute bei mir an und sagen „he gib mir mal den erkan“ - und da muss ich immer sagen“ der liegt nicht neben mir!“ das sieht immer nur so aus.

Gibt’s in Österreich gute Bunnies?

Stefan: Absolut, yo Mann, wir waren ja schon paar Mal in Österreich wegen unseren anderen beiden Filmen und wir freuen uns immer wieder voll.

Wie schmeckt denn der Döner in Wien?

Erkan: Medium, Österreich ist da bissi hinterher. Vielleicht machen wir ja mal nen Dönerladen hier auf der heißt dann „Dönertier“ so Wien in Deutschland. Gibt schon 10 Stück.

Alle guten Dinge sind ja 3! Was ist mit einem 4ten Film, bastelt ihr da schon und spielt er vielleicht auf einem Flugzeug?

Erkan: Wir machen erst dann einen 4ten Film wenn BMW den 4er rausbringt, ansonsten war unser 3ter Teil eine Huldigung an den 3er BMW, Lord der Ringe und Krieg dem Sterne.

Stefan: Alter BMW hat schon rausgebracht den krassen Z4!

Erkan: Ok klar da müssen wir noch einen Film machen. Aber in nem Flugzeug is ne gute Idee. Der nächste Film heißt dann „Z – Erkan und Stefan“.

Stichwort Gameshow – Wieso „Die der dicke Hundshow“?

Stefan: Wir haben uns gedacht es muss eine TV-Show geben die komplett willkürlich ist wo der Kandidat überhaupt keine Chance hat gut oder schlecht zu sein und das Publikum entscheidet bzw. die Willkür des Moderators. Da hat uns fast die Realität ein bisschen eingeholt es gibt ja mittlerweile Sendungen die die fast noch kranker und krasser sind und die man eigentlich gar nicht anschauen braucht. „Die der dicke Hundshow“ hat zumindest noch nen coolen Moderator den Hardy Flanders – das ist halt noch ein Checker.

Gameshow von heute – Unterhaltung oder menschenverachtend?

Erkan: Das einzig coole sind so Quizshows – da Stefan und ich machen da auch immer mit leider verlieren wir immer weil die anderen halt denken sie wissen es besser

Stefan: (lacht) Aber Gameshows sind immer noch cool. Und was ich menschenverachtend finde, nicht für den der mitmacht sondern für den der zuschaut das sind diese Realityshows so „Die Burg“ und so Sachen.

Erkan: Was ich ganz cool fand war früher „Spiel ohne Grenzen“ oder so hieß das. Der sportliche Aspekt den find ich ganz cool.

Stefan: Und „Ford Boyard“ das war auch noch superkrass.

Ihr seid auf dem Luxusliner Richtung Polarmeer gefahren – warum das ist doch arschkalt, oder?

Erkan: Coole Frage, stell ich mir auch. Komme mir komplett verarscht vor und hätte lieber Sonne gehabt.

Stefan: Das gute war, weil wir ja auch Produzenten waren und am Polarmeer ist halt im Sommer länger hell und das kannst du das Filmteam einfach besser ausbeuten. Kannst du länger drehen.

Ihr hattet als Partnerin die Arzur Bazman – wieso die?

Erkan: Weil das die schärfste Türkin ist.

Stefan: Mit der Arzu wollten wir schon immer was zusammen machen, die ist ein brontaler Superstar in der Türkei.

Das Interview führte Christopher Sacken (christopher_sacken@filmnews.at)

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