Sherlock Holmes
Ein hübsch trainierter Robert Downey Jr. kämpft sich faustgewaltig seinen Weg durch allerlei Finsternis und Finsterlinge Londons, an seiner Seite ein adretter Jude Law. So sehen sie heute aus, Sherlock Holmes und Dr. Watson, der berühmte Detektiv und sein Kompagnon, erdacht und ab 1887 in Romanen und Geschichten beschrieben von Sir Arthur Conan Doyle.
Regisseur Guy Ritchie reiht sich mit seinem Film „Sherlock Holmes“ in die stattliche Anzahl von Adaptionen des Stoffes ein und ist dabei ganz auf eine modernisierte Fassung bedacht: Zwar erfüllen Umgebung und Kostüme alle Klischees eines Londons um die vorletzte Jahrhundertwende, doch zeigen bereits das häufige Fehlen von (gesellschaftskonformer) Bekleidung auf Seiten Holmes, sein legerer Haar- und Bartstil, sowie seine schon erwähnte stark in den Mittelpunkt gerückte Körperlichkeit den modernen Blick auf die Vorlage. Hinzu kommt eine von Robert Downey Jr. ständig zur Schau getragene schelmenhafte Selbstironie, die zwar sehr reizvoll und komisch ist, andererseits aber auch den Eindruck erwecken kann, Downey Jr. parodiere sich selbst, ob er nun in der Rüstung des Iron Man oder in altenglischer Mode steckt.
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Antichrist
Glänzendes Schwarz Weiß, Superzeitlupe und ein Choral, der alles geradezu erschlägt. Im Prolog von „Antichrist“ fährt Lars von Trier alles auf, was an Kitsch zur Verfügung steht. Da wird der tragische Kindstod – während das Ehepaar (Dafoe und Gainsbourg) von einer nahezu aufdringlichen Kamera beim Liebesspiel beobachtet wird – zur Geduldsprobe für den Zuseher. Mit seinem neuesten Werk wagt sich von Trier weit aus dem Fenster und vergrätzt beinahe schon nach den ersten Minuten. Doch auf den in seiner Manieriertheit kaum erträglichen Prolog folgen vier intensive Kapitel, in denen sich nicht nur die Meisterhand des dänischen Regisseurs zeigen, sondern vor allem auch das großartige Spiel der beiden Hauptdarsteller.
Während die Ehefrau nach dem Tod des Kindes in Depressionen zu versinken scheint, versucht ihr Mann sie auf eigene Faust zu heilen. In ruhigen aber zugleich intensiven Sitzungen in der eigenen Wohnung, entblättert sich langsam das Unglück, welches schließlich in den Wald „Eden“ führt, wo die Lage eskaliert...
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Dies & Das
Gewinnspiel
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Alle weiteren Infos findet ihr hier...
 
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El Sistema
Venezuela ist heutzutage bekannt für die exzentrischen Auswüchse seines beinahe allmächtigen und polarisierenden Präsidenten Hugo Chavez. Dieser ist mit dem Versprechen angetreten, die Armut in seinem Land zu mindern. Ein Projekt dem sich auch José Antonio Abreu verschrieben hat. Deshalb gründete er im Jahr 1975 die Musikschule „El Sistema“. Nach finanziell und logistisch schwierigen Anfangsjahren hat sich die Schule mittlerweile zu einer nationalen Institution entwickelt in der fast 300.000 Kinder unterrichtet werden. Jahr für Jahr bildet dieses Netzwerk an Schulen, welches sich über das gesamte Land erstreckt, neue Musiker aus, die unter anderem im „Simón Bolivar“-Orchester ein neues Zuhause finden.
Die beiden Dokumentarfilmer Paul Smaczny und Maria Stodtmeier gehen dem Erfolg von „El Sistema“ auf den Grund oder zumindest versuchen sie es...
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Verblendung
Stieg Larssons Millennium Trilogie beginnt. Der Film beginnt mit der Verurteilung Mikael Blomkvists wegen Verleumdung gegen den Wennerström Konzern. In 6 Monaten muß Mikael seine Haft absitzen. Doch dann erlangt ihn ein anonyme Anruf des Anwalts Dirch Frode er solle doch sofort nach Hedestadt kommen, sein Klient Henry Vanger will ihn sehen. Da Mikael nichts mehr zu verlieren hat fährt er hin, denkend er sei am Abend wieder zu Hause. Doch Henry Vanger betraut Mikael mit der Aufklärung eines 60 Jahre alten Kriminalfalls. Harriet Vanger sei vor vielen Jahren von der Insel Hedestad verschwunden und seit dem nie mehr gefunden worden. Mikael soll nun den Fall, gegen einen fürstlichen Lohn, lösen. Er steigt drauf ein. Gleichzeitig erleben wir die Geschichte der durchgeknallten 24jährigen Ermittlerin Lisbeth Salander. Sie hat Im Auftrag von Milton Security für Dirch Frode Nachforschungen über Mikael Blomkvist angestellt. Da sie nun in seinen Laptop gehackt ist...
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Gurbet – In der Fremde
Ein Szenario ganz anders als heute: Aufgrund von Arbeitskräfte mangel kam es 1964 zum „Anwerbe abkommen“ zwischen Österreich und der Türkei, mit dem hunderttausende damals „Gastarbeiter“ genannte ArbeitsmigrantInnen ins Land geholt wurden.
In seinem Werk „Gurbet – In der Fremde“ geht Kenan Kiliç dem Schicksal einiger dieser Menschen auf den Grund: Hierbei handelt es sich um den ersten Dokumentarfilm, der die heute kaum beachteten ArbeitsmigrantInnen der ersten Generation in den Mittelpunkt rückt. Als filmische Mittel wählt Kiliç persönliche Interviews, ruhige Blicke in den Alltag und die Umgebung seiner heute meist schon pensionierten ProtagonistInnen, sowie Archivaufnahmen und Fotos...
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Wickie und die starken Männer
Wer ab oder nach 1974 regelmäßig zu Kinder-programm -zeiten ferngesehen hat, kennt sie – die 78-teilige Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“. Wer in den letzten Wochen im Kino war, kennt auch sie – die kurzen Trailer zu Michael Bully Herbigs gleichnamiger Realverfilmung. Klamaukige Szenen im Bullystil waren ihr Inhalt – ein Steinewerfender Wickie, der die kleine Ylvi trifft; wackere Wickinger, die beim Entern eines Schiffes nicht von den Seilen herunterkommen; ein Schrecklicher Sven im Beiboot, dessen Komplize gegenüber gewichtsbedingt in der Luft rudert.
Hier drängte sich die Befürchtung auf, die von mehreren Generationen geliebte Serie könnte zu einer schmerzhaft platten Parodie in Spielfilmform verkommen sein. Doch die Trailer täuschen – erfreulicherweise...
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